Redakteur: M. Sternitzke
Publikationsdatum: 21.10.2011
Letzte Änderung: 22.02.2013

Die Fachschaft Deutsch

des Gymnasiums Marktoberdorf

Fachbetreuung Fachschaftsmitglieder
StD Karl Neugebauer StRin Judith Ackermann
OStR Thorsten Krebs OStRin Ruth Cebulj
  StRin Karin Forster
  OStRin Elisabeth Franz
  StRin Gudrun Hammerl
  OStRin Carola Haug
(im Sabbatjahr)
  OStRin Katharina Hofhaus-Schulz
  StR Dr. Michael Köck
  OStR Michael Kölbel
  OStR Bernhard Kühn
  StRin Jutta Lotz
  OStR Thorsten Lotz
  OStRin Claudia Lutzenberger
  LAv Ingrid Schaffert
StRef Michael Schulz
  OStR Wolfgang Schmid
  StR Christoph Schuck
  StD Claus Strunz
  OStR Werner Thamm
  OStR Karlheinz Ulrich
(im Sabbatjahr)
  OStR Dr. Manfred Wilde
  StRin Sabine Zischka


Zentrale Anliegen

Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Er bringt den Schülerinnen und Schülern das Spektrum der Gegenwartsliteratur nahe und erschließt ihnen im Rahmen einer vertieften literarischen Bildung das dichterische Erbe der Vergangenheit. Das Fach Deutsch strebt die Erweiterung Differenzierung und Vertiefung des Vermögens an, die deutsche Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium und Gegenstand des Denkens und der Erkenntnis zu begreifen und zu gebrauchen. Damit schafft der Der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wortbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt bestimmt das Fach die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fachübergreifende und integrative Funktionen Haltungen wie Selbstreflexion, Aufgeschlossenheit für Literatur, kulturelle Identität, Verständnis und Welt sind Leitziele des Faches.

Methoden

Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Deutsch Schlüsselqualifikationen für Studium und Beruf, vor allem eine umfassende Lese-, Sprach-, Recherche- und Darstellungskompetenz. Damit sind sie befähigt, mit Texten sachgerecht umzugehen, Inhalte mündlich und schriftlich gut gegliedert zu präsentieren und adressaten- und themenbezogen zu sprechen und schreiben.

Struktur

Der Lehrplan für Deutsch besteht aus fünf grundlegenden Lernbereichen, die über die Jahrgangsstufen hinweg einer Progression folgen: Im Bereich Schreiben lernen sie – auch im Hinblick auf Studium und Beruf - in motivieren Schreibanlässen, Gedanken zusammenhängend zu entwickeln und die Sprache als persönliches Ausdrucksmittel anzuwenden. Der Bereich der Sprachendbetrachtung sorgt für gefestigte orthographische, grammatische und stilistische Kenntnisse sowie für einen ausdifferenzierten Wortschatz, der sich auch im eigenen Stil äußert. Die Beschäftigung mit Literatur sowie mit Sachtexten trägt nicht nur zur Allgemeinbildung bei, sondern bildet Werthaltungen sowie ästhetisches Urteilsvermögen aus. Der selbstbestimmte und kritische Umgang mit Medien fördert die Entwicklung einer eigenständigen und reflektierten Einstellung einer eigenständigen und reflektierten Einstellung zu ihnen und verhilft den Schülerinnen und Schülern dazu, deren Angebote und Möglichkeiten verantwortungsbewusst, sachgerecht, sinnvoll und kreativ zu nutzen.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“ (L. Wittgenstein)

Oder anders gesagt: Was nützt die beste Idee, wenn man sie nicht richtig ausdrücken kann? Das übergeordnete Ziel der Fachschaft Deutsch ist es daher, unsere Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, ihre Ideen, Gedanken, Erfahrungen und Gefühle in klares und verständliches Deutsch zu fassen. Oder wie es das Fachprofil des bayerischen Gymnasiallehrplans formuliert: „Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, und in der Literatur. Sprache ist Voraussetzung für Kommunikation und Kultur; sie befähigt zu selbstbestimmtem und verantwortungsbewusstem Handeln und zur künstlerischen Gestaltung menschlicher, gesellschaftlicher, philosophischer und ästhetischer Wirkungszusammenhänge als einem wesentlichen Teil unserer kulturellen Überlieferung und Gegenwart.“

Schülergerechter, aufeinander aufbauender Sprach- und Literaturunterricht

Diese durch Sprache erst möglich werdenden kognitiven, sozialen und ästhetischen Fertigkeiten und Kompetenzen erlernen unsere Gymnasiasten von der 5. bis zur 12. Klasse schülergerecht in einem schrittweise aufeinander aufbauenden Schreib-, Sprach-, Grammatik- und Literaturunterricht, der sich nicht nur im Fachlehrplan Deutsch, sondern auch in den Prüfungsformen der entsprechenden Jahrgangsstufen am Gymnasium Marktoberdorf widerspiegelt.

Deutsch als Leitfach

Die besondere Bedeutung des Faches Deutsch zeigt sich zum einen darin, dass es am achtjährigen Gymnasium ein verpflichtendes schriftliches Abiturfach für alle Schülerinnen und Schüler ist. Zum anderen haben Sprachfertigkeiten wie logisches Argumentieren und abstrahierendes Zusammenfassen sowie die Fähigkeit zum treffenden Ausdruck und zu formalsprachlicher Korrektheit in praktisch allen Fächern Einfluss auf die dort gezeigten Leistungen. Insofern kommt dem „Leitfach Deutsch“ eine wichtige Funktion und eine besonders verantwortungsvolle Stellung im gymnasialen Curriculum zu, der die Fachschaft Deutsch durch sprachliches Grundlagentraining (Aufsatzerziehung, Intensivierungsstunden, Grammatik und Sprachbetrachtung) gerecht wird, durch ein an möglichst realen Schreibanlässen ausgerichtetes Schulaufgabenprogramm (das neben literarischen Themen auch alltagsrelevante Schreibformen wie Bericht, Protokoll, Rede, Kommentar, Lexikonartikel, Essay usw. enthält) und nicht zuletzt durch das Bemühen, fächerübergreifend, praxisbezogen und wissenschaftspropädeutisch (u. a. in den P- und W-Seminaren) zu unterrichten.

Umfassendes Angebot aus Schreiberziehung, Sprachanalyse und Literaturbetrachtung

Außerdem erhalten die Schüler durch vielfältige, von den Kollegen der Fachschaft Deutsch organisierte Veranstaltungen einen Einblick in das reale literarische Leben in Form von Dichterlesungen an unserer Schule (bislang u.a. mit Martin Walser, Walter Kempowski, Tankred Dorst, Thomas Brussig, Dieter Lattmann, Peter Bichsel, Rafik Schami), durch Theaterfahrten und verschiedenste Exkursionen (etwa ins „klassische“ Weimar oder zur Leipziger Buchmesse). Mit diesem umfassenden Angebot aus Schreiberziehung, Sprach- und Literaturbetrachtung in Theorie und Praxis möchten die 24 Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Deutsch unseren Schüler nicht nur das Fach Deutsch und seine vielfältigen Facetten näherbringen, sondern sie ganz auch ganz allgemein darin unterstützen, ihre Grenzen – nicht nur sprachlich – möglichst weit hinauszuschieben.