Fake-Finder

Um was geht‘s?

Jeder Text lädt dich dazu ein, herauszufinden, ob eine Nachricht wahr oder falsch ist, ob sie neutral formuliert wurde, oder so, dass des Lesers Denken in eine bestimmte Richtung manipuliert wird.
Bis zum Juli finden ca. im 4-Wochen-Rhythmus vier Runden statt.

Was ist meine Aufgabe?

  • Recherchiere und untersuche jeden Text auf seinen Wahrheitsgehalt. 
  • Gib die ausgefüllten Bearbeitungsbögen (Download über diesen Link) im Lehrerzimmer (ins Fach von Herrn Böhler) ab.
  • spätester Abgabetermin Runde 1:  
    Freitag, 22.03.2019

Wer kann mitmachen?

  • alle Schüler/innen

Was ist zu gewinnen?

In jeder Preiskategorie (Unter-, Mittel- und Oberstufe) winkt für den Gewinner ein wertvoller Sachpreis.

... und hier sind die Texte der ersten Runde:

Nachricht 1

Was kostet der Umweltschutz in der Mittagspause?

In Absprache zwischen Schulleitung und Internatsküche wurde beschlossen, in der Mensa auf Lebensmittel zu verzichten, die unter fragwürdigen Umständen (hohe Pestizidbelastung, Massentierhaltung, unwürdige Schlachtbedingungen, quälende Tiertransporte usw.) hergestellt und/oder verarbeitet wurden. Das ist eine Entscheidung zugunsten umweltbewusster, ressourcenschonender und tierwohl-orientierter Produktionsbedingungen. Wir wollen nicht länger am unnötigen Leid der Tiere und an allzu gewässerbelastendem Gemüseanbau beteiligt sein. Indem wir uns von Billigangeboten, Fertigprodukten mit unzähligen Zusatzstoffen und überflüssigen Plastikverpackungen distanzieren, die uns langfristig mehr Schaden als Erleichterung bringen würden, müssen wir uns zugleich auf eine moderate Preiserhöhung einstellen. Für unsere Mensa- Abonnenten und Tagesgäste bedeutet dies: die neue Regelung wird ab März 2019 mit einem Aufpreis von 50-70 Cent pro Mahlzeit verbunden sein. 

Nachricht 2

Nicht alle Clowns dürfen hinterm Steuer sitzen – Karneval im PKW

Seit Oktober 2017 gilt laut Straßenverkehrsordnung das Verhüllungsverbot. Demnach sei eine Kostümierung, die das Gesicht verhüllt oder verdeckt, sodass wesentliche Teile des Gesichts nicht mehr erkennbar sind, am Steuer nicht zulässig, konkretisiert ein Sprecher des Automobil Club Europa (ACE). Im Falle der Missachtung droht eine Geldbuße von 60 Euro. Rote Nasen, Perücken und Schminke sind dagegen erlaubt, sofern die Erkennbarkeit der Gesichtszüge im Wesentlichen nicht beeinträchtigt wird. Dabei sei jedoch zu beachten, dass die Sicht, das Gehör und die Bewegungsfreiheit durch die Kostümierung nicht beeinträchtigt werden, betont Gerrit Reichel, Sprecher des Automobil-Club Verkehr (ACV).
Das Verhüllungsverbot gilt im Übrigen auch für Radfahrer. Bei Motorrad- und Rollerfahrern stellt das Tragen eines Motorradhelmes dagegen keinen Verstoß gegen das Verhüllungsverbot dar sondern ist gemäß § 21a Absatz 2 StVO sogar Pflicht.

Nachricht 3

Deutschland - Vorreiter beim Thema Klimaschutz

2015 einigten sich auf der Uno-Klimakonferenz in Paris 196 Staaten die Klimaerwärmung bis 2100 auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschränken. Ein schwer zu erreichendes Vorhaben. Doch während sich deutsche Bürger nichts vorzuwerfen haben, da lediglich etwa 2% der CO2-Emissionen des Jahres 2016 von Deutschland verursacht wurden, sind nun besonders die Chinesen, Amerikaner und Inder in der Pflicht ihren Lebensstil zu ändern, damit überhaupt eine Chance auf das Erreichen des in Paris gesetzten Ziels besteht. Denn beinahe die Hälfte des weltweit ausgestoßenen CO2 verursachen die drei größten Klimasünder China (26%), USA (14%) und Indien (6%) (Stand 2016).. Auf diese Weise wird Deutschlands vorbildlicher Einsatz zur Begrenzung des CO2 Ausstoßes – man denke zum Beispiel an den Kohleausstieg bis 2030, die Subventionierungen im Bereich Elektromobilität – von den drei bevölkerungsreichsten Ländern zunichte gemacht. Dennoch arbeitet Deutschland unbeirrt an der Erfüllung der hoch gesteckten Ziele. Bereits bis 2050 werden laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Emissionen in allen Bereichen (Industrie ca. 50%, ca. Gebäude 70%, Verkehr ca. 41%, Landwirtschaft ca. 33%) deutlich reduziert werden.