Unterrichtsprojekt der 10. Klassen: "Social Media und Du"

Hohe Beteiligung von Schüler/-innen aus verschiedenen Jahrgangsstufen

Ein besonders aufwändiges Projekt nahm sich die Ethikgruppe der 10. Klassen vor: Im Zentrum stand der Wunsch nach schulspezifischen Daten, die Auskunft über das konkrete Social-Media-Verhalten unserer Schüler geben können. Bald wurden traditionelle Fragebögen zugunsten einer digitalen Herangehensweise verworfen: Eine Schülergruppe (Sanzhar Alibiev, Kaito Kyriakou, Maximilian Wulf) plante und gestaltete eigens eine Umfrageseite, die per QR-Code oder Link abgerufen und ausgefüllt werden konnte. Der Vorteil: Die Auswertung ließ sich dann automatisiert durchführen, ohne sich durch Berge von Papierfragebögen kämpfen zu müssen.

Ausstellung mit Daten zum Nutzungsverhalten sowie Informationen zu rechtlichen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Social Media

Am Ende beteiligten sich 277 Schülerinnen und Schüler an der zentral über die Klassenleitungen gesteuerten Umfrage – vielen Dank allen Teilnehmenden fürs Mitmachen! Die gewonnenen Daten stehen im Zentrum einer Ausstellung, die am 13. 05. vor der Aula aufgebaut wurde, flankiert von Informationen zu rechtlichen Aspekten (Verbote, Gerichtsverfahren, Gesetze), der wirtschaftlichen Seite (Umsätze und v. a. die Frage, wie über Social-Media-Plattformen eigentlich Geld verdient wird) und zu möglichen Gesundheitsrisiken. Daneben werden aber auch konkrete Tipps für Jugendliche und Eltern präsentiert, um die größten Schäden durch exzessiven Social-Media-Konsum zu verhindern. 

Michael Köck

Wie verdienen Social-Media-Plattformen Geld?

Einfach erklärt:

  • Social Media ist für dich kostenlos.
  • Aber die Firmen verdienen trotzdem sehr viel Geld.
  • Der wichtigste Punkt: Du bist nicht der Kunde – du bist das Produkt.

Das eigentliche Geschäftsmodell:

  • Plattformen sammeln Daten über dich (z. B. Likes, Suchverhalten, Videos).
  • Diese Daten zeigen, was dich interessiert (z. B. Sport, Mode, Gaming).
  • Die Plattform analysiert dich mit Algorithmen.
  • Firmen bezahlen Geld, um genau DIR Werbung zu zeigen.
  • Wichtig: Deine Daten werden nicht einfach direkt verkauft, sondern genutzt, um Werbung extrem genau zu machen.

Wie entsteht das Geld?

  • Unternehmen zahlen für Werbung auf Plattformen.
  • Je genauer die Werbung, desto mehr Geld zahlen Firmen.
  • Plattformen verdienen Milliarden durch diese Werbung.
     

Beispiel:

  • Du schaust viele Fußball-Videos.
  • Die Plattform merkt sich das.
  • Dann bekommst du Werbung für Fußballschuhe.
  • Die Firma zahlt Geld, damit DU diese Werbung siehst.

Fazit:

  • Social Media verdient Geld durch Werbung.
  • Deine Daten helfen, Werbung besser zu machen.
  • Je mehr Zeit du verbringst, desto mehr Geld verdient die Plattform.

Quellen:

  • Meta & Alphabet Geschäftsberichte
  • Statista – Social Media Umsätze
  • Reuters – Werbemarkt-Analysen

    

Wie wirken sich Social Media auf Psyche & Leistungsfähigkeit aus?

Einfach erklärt:

  • Social Media sind darauf programmiert , deine Aufmerksamkeit so lange wie möglich zu binden.
  • Das löst chemische Reaktionen in deinem Gehirn aus (Dopamin).
  • Wichtig: Dein Gehirn wird „belohnt“, ohne dass du eine echte Leistung erbracht hast.

Auswirkungen auf die Psyche:

  • Der Vergleichs-Effekt: Man sieht oft nur die perfekten Momente anderer. Das kann zu Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben führen.
  • FOMO (Fear of Missing Out): Die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, erzeugt inneren Stress und Unruhe.
  • Bestätigungsdrang: Likes und Kommentare werden zum Maßstab für das eigene Selbstwertgefühl.
  • Cybermobbing: Die Anonymität und Reichweite des Netzes können psychische Belastungen durch Ausgrenzung oder Beleidigungen verstärken.

Einfluss auf die Leistungsfähigkeit:

  • Konzentrationskiller: Ständige Benachrichtigungen unterbrechen den „Flow“. Es dauert ca. 20 Minuten, um nach einer Ablenkung wieder voll fokussiert zu sein.
  • Verkürzte Aufmerksamkeitsspanne: Kurze Videos (Reels/TikToks) trainieren das Gehirn auf schnelle Reize. Ausdauernde Aufgaben (wie Lesen oder Lernen) fallen dadurch schwerer.
  • Schlafmangel: Das „blaue Licht“ der Displays hemmt das Schlafhormon Melatonin. Wer weniger schläft, ist am nächsten Tag weniger leistungsfähig.

Beispiel:

  • Du willst Hausaufgaben machen.
  • Dein Handy leuchtet auf: eine neue Nachricht.
  • Du schaust kurz nach und scrollst danach „nur 5 Minuten“ durch Instagram.
  • Plötzlich ist eine halbe Stunde weg, du bist unkonzentriert und hast das Gefühl, deine Zeit verschwendet zu haben.

Fazit:

  • Social Media sind nicht per se „böse“, aber sie erfordern hohe Selbstdisziplin.
  • Die Plattformen nutzen psychologische Tricks(„Fomo,endless scroll,Personalisierungen“) um dich süchtig zu machen.
  • Bewusster Konsum („Digital Detox“) schützt deine mentale Gesundheit und deine Noten.

Ein paar Zahlen und Fakten