Für Kreative und Technik-Tüftler - der AK Film

Hervorgegangen aus einem P-Seminar im Fach Geschichte, das einen Dokumentarfilm über die fünfzigjährige Schulgeschichte des Gymnasiums Marktoberdorf gedreht hat, gibt es den AK Film mittlerweile seit sieben Jahren. Zielsetzung des Kurses ist es, einen Einblick in die Grundlagen der Filmsprache (Kameraperspektiven und -einstellungen, Licht, Ton usw.) zu erhalten und die nötigen Kenntnisse zu erwerben, um selbst gedrehte Szenen und kleine Filme mittels eines Computerschnittprogramms zu bearbeiten.
Nachdem in den letzten Jahren der Schwerpunkt auf dem Dokumentarfilm gelegen hat und wir verschiedene Projekte für unsere eigene Schule (z. B. eine Neufassung des Imagefilms des Gymnasiums und des Internats oder eine filmische Hommage anlässlich des 80. Geburtstags des Musikpädagogen und Chorleiters Arthur Groß) oder externe Partner gedreht haben (z. B. Landratsamt Marktoberdorf, Bayerische Musikakademie) wollen wir in diesem Schuljahr den Schwerpunkt auf eigene fiktionale Projekte legen. Mit der Hilfe eines "echten" Filmregisseurs, der schon seit Jahren Fernseh- und Kinofilme macht, werden wir versuchen, einen eigen Kurzfilm zu drehen und damit - wenn alles gut geht - auch an dem einen oder anderen Filmwettbewerb teilnehmen.  Auch wenn es ohne einige theoretische Grundlagen nicht geht – der Schwerpunkt des Kurses liegt ganz klar auf der filmischen Praxis, d. h. wir werden uns Ideen überlegen, ein Storyboard und Drehbuch schreiben und mit Schauspielern zusammenarbeiten, die uns helfen, unsere Ideen "auf die Leinwand" zu bringen.

Wer also Lust hat, den Regisseur in sich zu entdecken, Drehbücher zu schreiben, Reporter zu spielen oder an technisch aufwändigen Filmaufnahmen mit Drohnen oder Greenscreen herumzubasteln, der ist herzlich willkommen! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, ein gewisses Computergrundverständnis schadet nicht, ist aber ebenfalls keine Voraussetzung. Was man aber braucht, ist viel Fantasie und auch ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen, denn ein Film entsteht nicht von heute auf morgen, sondern bedarf der sorgfältigen Vorbereitung und Planung. Aber das Erlebnis, die eigenen Ideen bei einer Filmpremiere auf der Leinwand zu sehen, entschädigt für die vielen Stunden am Set und im Schnittraum. Probiert es aus, es lohnt sich!

Der AK Film trifft sich jede Woche am Freitagnachmittag von 13.15 Uhr bis 15.00 Uhr im Videoschnittraum im Keller des Atriumgebäudes (Raum U-017).

   

Bisherige Filmprojekte (Auswahl)

In den letzten Jahren sind im AK Film einige schöne Filme entstanden, die von langen 90-minütige Dokumentationen ("Schule des Wandels", "Schule des Lebens") über das Gymnasium Marktoberdorf über kürzere Auftragsarbeiten für externe Partner  ("Moorwelten", Jazzkongress in der Musikakademie Marktoberdorf, Hommage an Arthur Groß) bis hin zu Präsentations- und Imagefilmen über das Gymnasium Marktoberdorf und sein Internat reichen, die bei Schulveranstaltungen zu sehen sind bzw. im Internet abrufbar sind. Hier ist eine kleine Auswahl.

   

Imagefilm: Gymnasium Marktoberdorf (2016)

Zwei Jahre lang hat der AK Film den Unterricht, die verschiedenen Arbeitskreise und Schulveranstaltungen begleitet, Interviews geführt und Luftaufnahmen mit Drohnen gedreht um in knapper Form einen filmischen Überblick über die Infrastruktur, das vielfältige pädagogische Angebot und das bunte Schulleben am Gymnasium Marktoberdorf zu schaffen. Schaut euch die kurze Dokumentation an und gewinnt einen Eindruck von der Arbeit des AK Film!

   

Imagefilm: Internat Marktoberdorf (2016)

Diese Dokumentation wurde von Schülern des Arbeitskreises Film in den Schuljahren 2014/15 und 2015/16 gedreht und informiert über das pädagogische Angebot, den Tagesablauf, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie die Ausstattung und Preise des Staatlichen Internats Marktoberdorf im Ostallgäu.

   

Arthur Groß - ein Leben für die Musik (2015)

Er hat als Musikpädagoge, Chorleiter, Dirigent und Kulturbotschafter Maßstäbe gesetzt und das Chorwesen nicht nur an unserer Schule, sondern in Bayern und der ganzen Republik geprägt: Arthur Groß. Dementsprechend groß war der Andrang anlässlich des Festakts zu Arthur Groß`80. Geburtstag, den der Chorverband Bayerisch-Schwaben und das Gymnasium Marktoberdorf zu Ehren einer ihrer prägendsten Persönlichkeiten der letzten 50 Jahre ausgerichtet haben. Unter den Gratulanten waren neben Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, dem Zweiten Bürgermeister und Stellvertretendem Landrat Wolfgang Hannig auch das gesamte Präsidium des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben sowie zahlreiche Weggefährten und Schüler des beliebten Musiklehrers.

Zu diesem Anlass hat der AK Film einen 12-minütigen Dokumentarfilm über das musikalische Leben von Arthur Groß produziert, der bei den vielen ehemaligen Schülern und Weggefährten so manche Erinnerung an aufregende Chorfahrten, humorvolle Proben, spannende Begegnungen und bewegende Erlebnisse weckte. Hier wurde noch einmal deutlich, was Arthur Groß für das Gymnasium und die Stadt Marktoberdorf geleistet hat: einen aus Schülern hervorgegangenen Chor in die absolute Weltspitze geführt zu haben und - mindestens ebenso wichtig - dabei Hunderte von Jugendlichen für die Musik und das gemeinsame Singen begeistert zu haben. Noch heute, so viele der ehemaligen Schüler, seien sie mit dem Chorvirus infiziert, das ihnen Arthur Groß mit seiner humvorvollen und energiegeladenen Art eingepflanzt habe.

Anlässlich der Verleihung der "Genovefa-Brenner-Medaille" für Arthur Groß´große kulturellen Verdienste um die Stadt Marktoberdorf wurde der Film auch in der Weihnachtssitzung des Marktoberdorfer Stadtrats vorgeführt, wo er großen Anklang fand.

     

Schule des Wandels - die Baugeschichte des Gymnasiums Marktoberdorf (2014)

Am Mittwoch, dem 16. Juli 2014, fand das Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen des Gymnasiums mit der Premiere des Films „Schule des Wandels – die Baugeschichte des Gymnasiums Marktoberdorf“ seinen endgültigen Abschluss.

Drei Jahre lang haben die Schüler des AK Film gemeinsam mit ihrem Lehrer Thorsten Krebs den Baualltag der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten seit 2011 in seinen verschiedenen Phasen gefilmt, Interviews mit den Beteiligten vom Architekten über die ausführenden Handwerker und Bauarbeiter bis hin zu Schülern, Eltern, Lehrkräften und zum Kultusminister geführt, in Archiven gestöbert, Zeitzeugen gehört, Drehbücher und Storyboards verfasst und den Film schließlich bearbeitet und geschnitten.

Und weil so ein Baufilm vor lauter technischen Details und organisatorischem Fachchinesisch schnell mal langweilig und trocken werden kann, haben die Jungfilmer im Alter von 14-17 Jahren ihre Dokumentation – basierend auf einer (fast) wahren Begebenheit – um eine atemberaubende, actiongeladene Rahmenhandlung erweitert, gegen die Francis Ford Coppolas Mafia-Epos „Der Pate“ wie eine harmlose ARD-Schnulze am Freitagabend wirkt.

Entstanden ist so ein 80-minütiger „Doku-Thriller“, der eine informative, aber auch spannende und kurzweilige filmische Darstellung der Schule im baulichen Wandel darstellt – von der Vor- und Frühgeschichte in den 1960er Jahren über die ökologischen Zielsetzungen und Planungen des bundesweiten energetischen Pilotprojekts Gymnasium Marktoberdorf bis hin zur konkreten baulichen Umsetzung der Gewerke während der dreijährigen Bauphase.

Eine kleine Ausstellung „Von der Idee zum Film“ zeichnete die Entstehungsgeschichte des Dokumentarfilms mit Orginalskizzen, Storyboards, Drehbuchentwürfen und Impressionen von den Dreharbeiten und Workshops in der Zeit von April 2011 bis Sommer 2014 nach und vermittelte einen anschaulichen Eindruck von der Komplexität dieses Projekts.

     

Schule des Lebens - die Geschichte des Gymnasiums Marktoberdorf (P-Seminar Geschichte 2009/11)

Auch außerhalb von Los Angeles werden Oscars verliehen: Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle verlieh einen an das Gymnasium Marktoberdorf. Für die Nachwelt festgehalten hat diesen einzigartigen Moment ein Schüler-Filmteam, das im Rahmen des P-Seminars Geschichte einen Dokumentarfilm über die Historie seiner Schule gedreht hat. Bei der Filmpremiere von "Schule des Lebens - die Geschichte des Gymnasiums Marktoberdorf" platzte die Schulturnhalle schier aus allen Nähten: Schüler und Eltern, Lehrer und Ehrengäste, Ehemalige und Wegbegleiter wollten sich die Erstaufführung nicht entgehen lassen. Und alle kamen auf ihre Kosten.

Eineinhalbjahre Recherchieren, Organisieren, Drehen und schneiden

Ein 14-köpfiges Schülerteam unter der Gesamtleitung von Lehrer Thorsten Krebs hat eineinhalb Jahre lang an dem Film gearbeitet. Zunächst galt es den Inhalt festzulegen, ein Drehbuch zu schreiben und die Interviewpartner zu finden. "Das war die härteste Phase", bekannte "Projektmanager" Samuel Held, der vor dem gespannten Auditorium aus dem Nähkästchen plauderte. Das Team sammelte aber auch Geld für eine geeignete Kamera und ging bei einem gestandenen Regisseur in die Lehre. Die Aufgaben von Technik über Organisation bis zum Kreativen wurden in der Gruppe aufgeteilt. Die Kür, bestehend aus zeitweise täglichem Dreh, Interviews und Schnitt, machte allen am meisten Spaß, so Held.

Erinnerungen in bewegten Bildern von den 1960er Jahren bis heute

Beginnend in den 60er Jahren spannte der Film einen weiten Bogen vom Neubau auf der grünen Wiese bis heute. Zu Wort kamen viele Wegbegleiter, welche die Schule zu der gemacht haben, die wir heute kennen: Den Anfang machte Stadtbaumeister Werner Soppa, der verriet, welche taktischen Winkelzüge damals dazu geführt hatten, dass Marktoberdorf 1962 sein großes Peter-Dörfler-Gymnasium bekam. Die Stadt hatte seinerzeit die Schule gebaut und dem Staat geschenkt, der seither Sachaufwandträger ist. Alle vier bisherigen Schulleiter meldeten sich zu Wort. Untermauert wurde alles mit vielen Schwarzweißbildern und Filmpassagen, von denen besonders die frühen Luftaufnahmen beeindruckten. Arthur Groß erzählte, wie sich der musikalische Schwerpunkt der Schule entwickelt hat, an die reiche Sportgeschichte der Schule erinnerte Hanns Krebs. Dazu gab es sehr emotionale Filmsequenzen, insbesondere zur Schulpartnerschaft mit Israel und von spannenden Leichtathletikwettkämpfen.

Lebendiges Bild gezeichnet

Internat und Chefkoch, Lehrer und Rektoren, Fachschaften und Arbeitskreise, Sekretariat und Hausmeister, Elternbeirat und viele Schüler zeichneten ein lebendiges Bild von einem halben Jahrhundert Schulgeschichte. Allgegenwärtig war dabei die offene und vom Dialog geprägte Schulatmosphäre. "Viele sind durch diese Schule des Lebens gegangen, viele lebenslange Freundschaften wurden hier begründet, viele berufliche Karrieren haben sich hier angebahnt", fasste Schulleiter Willi Mooser zusammen und sah die eindrucksvolle Filmdokumentation als Verpflichtung für die kommenden 50 Jahre.
Das sah wohl auch der Kultusminister so, den das Filmteam in München besucht hatte. Vor der 2011 beginnenden Baumaßnahme gratulierte er schon zum kommenden Schuljubiläum und krönte den Film mit seinem Oscar. Vom Publikum in der Schulturnhalle gab es hollywoodreifen Applaus.

(Text: Kornelia Hieber in der "Allgäuer Zeitung" vom 28.02.2011)

         

DVD-Verkauf

Wem die Filme "Schule des Lebens" und "Schule des Wandels" gefallen haben und wer sie zu Hause noch einmal auf DVD anschauen möchte oder wer bei den Filmpremieren nicht dabei sein konnte, der kann diese spannenden und interessanten Dokumentationen über unsere Schule zu einem Preis von 10 Euro im Sekretariat des Gymnasiums erwerben.
Wer nicht in Marktoberdorf wohnt oder es noch etwas bequemer haben möchte, der kann sich die DVD auch schicken lassen. Und so geht's: Einfach einen adressierten und ausreichend frankierten Din-A-5-Umschlag an das

Gymnasium Marktoberdorf
Kennwort: DVD "Schule des Lebens" bzw.
DVD "Schule des Wandels"
Mühlsteig 23
87616 Marktoberdorf


schicken und einen 10-Euro-Schein beilegen. Wir senden Ihnen dann umgehend eine DVD zu. Vielen Dank für Ihr Interesse und viel Spaß mit unserem Film!

Übrigens: Bei den traditionellen Ehemaligentreffen unserer Schule (jährlich am "Palmsamstag") im MODEON werden die Filme ebenfalls verkauft.