Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages verwandelte sich der Arthur-Groß-Saal am 22. Januar in der großen Pause wieder in ein Meer aus „Bleu-blanc-rouge“: Selbst Vertreter der Schulleitung ließen es sich nicht nehmen, dem Aufruf der Fachschaft Französisch zu folgen und sich – zumindest annähernd – in den Farben unseres Nachbarlandes zu kleiden.
Anlass der Feierlichkeiten ist das Gedenken an die Unterzeichnung des Elysee-Vertrags zur deutsch-französischen Zusammenarbeit, bekannt auch als deutsch-französischer Freundschaftsvertrag, am 22. Januar 1963.
Das Programm war schon im vergangenen Jahr so reichhaltig gewesen, dass die Zeit der großen Pause nicht ausreichte, weshalb die Schulleitung auch heuer wieder beschlossen hatte, diese schon um 9.20 Uhr, also zehn Minuten früher, beginnen zu lassen. Da es sich dabei im Grunde um die Beschäftigung mit einem ernsten Thema handelte, nämlich der Freundschaft und Versöhnung zweier einst verfeindeter Nationen und der Feier transnationaler Zusammenarbeit und europäischer Integration, war es fast schon so etwas wie eine zusätzliche "Verfassungsviertelstunde".
Am Gymnasium war dazu neben der Dekoration einiges geboten: Eine 6. Klasse präsentierte – und das nach gerade einmal einem halben Jahr Französisch-Unterricht! – ein Chanson zu einer eigens einstudierten Choreographie auf der großen Bühne. Neben diversen Kuchen-Ständen backte der Oberstufenkurs der Q12 Waffeln (französisch: gaufres), um sich einen kleinen Zuschuss für die Straßburg-Exkursion dazu zu verdienen. Ein Kahoot-Quiz stellte die Französisch- und Frankreichkenntnisse aller Anwesenden auf die Probe, und das alles zum Klang einer Playlist mit aktuellen französischen Hits.