Lesen - die Grundlage des Faches Deutsch und Freude fürs ganze Leben...

"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" (L. Wittgenstein)

Oder anders gesagt: Was nützt die beste Idee, wenn man sie nicht richtig ausdrücken kann? Das übergeordnete Ziel der Fachschaft Deutsch ist es daher, unsere Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, ihre Ideen, Gedanken, Erfahrungen und Gefühle in klares und verständliches Deutsch zu fassen. Oder wie es das Fachprofil des bayerischen Gymnasiallehrplans formuliert: „Das Selbstverständnis des Faches Deutsch gründet in der Sprache, die Menschsein ausmacht, und in der Literatur. Sprache ist Voraussetzung für Kommunikation und Kultur; sie befähigt zu selbstbestimmtem und verantwortungsbewusstem Handeln und zur künstlerischen Gestaltung menschlicher, gesellschaftlicher, philosophischer und ästhetischer Wirkungszusammenhänge als einem wesentlichen Teil unserer kulturellen Überlieferung und Gegenwart.“

Schülergerechter, aufeinander aufbauender Sprach- und Literaturunterricht

Diese durch Sprache erst möglich werdenden kognitiven, sozialen und ästhetischen Fertigkeiten und Kompetenzen erlernen unsere Gymnasiasten von der 5. bis zur 12. Klasse schülergerecht in einem schrittweise aufeinander aufbauenden Schreib-, Sprach-, Grammatik- und Literaturunterricht, der sich nicht nur im Fachlehrplan Deutsch, sondern auch in den Prüfungsformen der entsprechenden Jahrgangsstufen am Gymnasium Marktoberdorf (s. u.) widerspiegelt.

Deutsch als Leitfach

Die besondere Bedeutung des Faches Deutsch zeigt sich zum einen darin, dass es am achtjährigen Gymnasium ein verpflichtendes schriftliches Abiturfach für alle Schülerinnen und Schüler ist. Zum anderen haben Sprachfertigkeiten wie logisches Argumentieren und abstrahierendes Zusammenfassen sowie die Fähigkeit zum treffenden Ausdruck und zu formalsprachlicher Korrektheit in praktisch allen Fächern Einfluss auf die dort gezeigten Leistungen. Insofern kommt dem „Leitfach Deutsch“ eine wichtige Funktion und eine besonders verantwortungsvolle Stellung im gymnasialen Curriculum zu, der die Fachschaft Deutsch durch sprachliches Grundlagentraining (Aufsatzerziehung, Intensivierungsstunden, Grammatik und Sprachbetrachtung) gerecht wird, durch ein an möglichst realen Schreibanlässen ausgerichtetes Schulaufgabenprogramm (das neben literarischen Themen auch alltagsrelevante Schreibformen wie Bericht, Protokoll, Rede, Kommentar, Lexikonartikel, Essay usw. enthält) und nicht zuletzt durch das Bemühen, fächerübergreifend, praxisbezogen und wissenschaftspropädeutisch (u. a. in den P- und W-Seminaren) zu unterrichten.

Umfassendes Angebot aus Schreiberziehung, Sprachanalyse und Literaturbetrachtung

Außerdem erhalten die Schüler durch vielfältige, von den Kollegen der Fachschaft Deutsch organisierte Veranstaltungen einen Einblick in das reale literarische Leben in Form von Dichterlesungen an unserer Schule (bislang u. a. mit Martin Walser, Walter Kempowski, Tankred Dorst, Thomas Brussig, Dieter Lattmann, Peter Bichsel, Rafik Schami), durch Theaterfahrten und verschiedenste Exkursionen (etwa ins „klassische“ Weimar oder zur Leipziger Buchmesse). Mit diesem umfassenden Angebot aus Schreiberziehung, Sprach- und Literaturbetrachtung in Theorie und Praxis möchten die 22 Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Deutsch unseren Schülern nicht nur das Fach Deutsch und seine vielfältigen Facetten näherbringen, sondern sie auch ganz allgemein darin unterstützen, ihre Grenzen – nicht nur sprachlich – möglichst weit hinauszuschieben.

   

Die Deutschlehrkräfte am Gymnasium Marktoberdorf

Fachbetreuer
Karl Neugebauer
Thorsten Krebs

Fachschaftsmitglieder:
Judith Ackermann, Andreas Breitruck, Ruth Cebulj, Friederike  Demelt, Elisabeth Franz, Melanie Gröger, Gudrun Hammerl, Carola Haug, Katharina Hofhaus-Schulz, Dr. Michael Köck, Michael Kölbel, Bernhard Kühn, Thorsten Lotz, Claudia Lutzenberger, Yvonne Rauh, Ingrid Schaffert, Claus Strunz, Karlheinz Ulrich, Jutta Unger, Dr. Manfred Wilde

   

Schulaufgabenprogramm im Fach Deutsch

Die im Lehrplan geforderten kognitiven, sozialen und ästhetischen Fertigkeiten und Kompetenzen erlernen unsere Gymnasiasten von der 5. bis zur 12. Klasse schülergerecht in einem schrittweise aufeinander aufbauenden Schreib-, Sprach-, Grammatik- und Literaturunterricht, der sich auch in den Prüfungsformen der entsprechenden Jahrgangsstufen am Gymnasium Marktoberdorf widerspiegelt:

5. Jahrgangsstufe
  • 4 Schulaufgaben à 45 bis 60 Minuten
  • 2 Erzählformen, 1 Beschreibung, 1 Bericht
6. Jahrgangsstufe
  • 3 Schulaufgaben à 45 bis 60 Minuten, 2 Kurzarbeiten (max. 30 min + ggf. Einlesezeit), 1 zentraler Jahrgangsstufentest
  • 1 Erzählform, 1 Beschreibung, 1 Bericht, zentraler Jahrgangsstufentest (als Stegreifaufgabe gewertet)
7. Jahrgangsstufe
  • 3 Schulaufgaben à 45 bis 60 Minuten, 2 Kurzarbeiten (max. 30 min + ggf. Einlesezeit),
  • 1 Zusammenfassung eines poetischen Textes, 1 Grundform schriftlichen Argumentierens (z.B. Leserbrief), 1 Zusammenfassung eines Sachtextes mit kurzem Erörterungsauftrag
8. Jahrgangsstufe
  • 3 Schulaufgaben à 45 bis 60 Minuten, 2 Kurzarbeiten (max. 30 min + ggf. Einlesezeit), 1 zentraler Jahrgangsstufentest
  • 1 einfache Erörterung (steigernd)
    1 Inhaltsangabe eines literarischen Textes,
    1 Protokoll, zentraler Jahrgangsstufentest (als Stegreifaufgabe gewertet)
     
9. Jahrgangsstufe
  • 4 Schulaufgaben à 60 bis 120 Minuten
  • 1Erörterung (dialektisch),
    1 Erweiterte Inhaltsangabe eines epischen Textes, 1 Erschließung eines poetischen Textes (Lyrik), 1 Erörtern in freien Formen
    (z. B. Essay, Glosse, Kommentar, Rede)
10. Jahrgangsstufe
  • 3 Schulaufgaben à 120 bis135 Minuten
  • Argumentieren oder Informieren in freier Form (z. B. Essay, Glosse, Kommentar, Rede oder Lexikonartikel), 1 Erschließung eines poetischen Textes mit Erörterungsauftrag/gelenkter Interpretationsaufgabe (Epik), 1 Erschließung eines literarischen Textes unter Berücksichtigung der Charakterisierung einer Figur (Dramatik)
11. Jahrgangsstufe
  • 2 Schulaufgaben  à 180 bis 210 Minuten
  • komplexe Aufgabenstellungen in Anlehnung an die Abiturformate:
    Interpretieren von literarischen Texten, Erörtern von literarischen Texten, Analysieren und Erörtern
    von anspruchsvollen Sachtexten,
    Erörtern von Sachverhalten und Problemen, Verfassen informativer Texte
    auf Basis mehrerer Texte,
    Verfassen eines Redebeitrags, Kommentars bzw. eines Essays
12. Jahrgangsstufe
  • 2 Schulaufgaben à 180 bis 300 Minuten
  • komplexe Aufgabenstellungen in Anlehnung an die Abiturformate:
    Interpretieren von literarischen Texten, Erörtern von literarischen Texten, Analysieren und Erörtern
    von anspruchsvollen Sachtexten,
    Erörtern von Sachverhalten und Problemen, Verfassen informativer Texte auf Basis mehrerer Texte, Verfassen eines Redebeitrags, Kommentars bzw. eines Essays; Klausur in 12/2 als gemeinsame 300-minütige Prüfung aller Kurse in Anlehnung an die Abiturprüfung

Wissenswertes rund um das Fach Deutsch

Hinweise und Beispielaufgaben für die schriftliche Abiturprüfung  finden Sie hier.

Informationen und Übungsmaterial zu den Jahrgangsstufentests im Fach Deutsch finden Sie hier.

Seit der Einführung der neuen Oberstufe müssen alle Schülerinnen und Schüler eine schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch absolvieren. In der Checkliste für Abiturienten sind alle Anforderungen, Prüfungsformate und Kompetenzen zusammengestellt, die für die Abiturprüfung in Deutsch wichtig sind. Kleiner Tipp: Nicht erst in den Osterferien kurz vor dem Abitur hineinschauen, sondern zu Beginn und während der gesamten Qualifizierungsstufe, um zu überprüfen, ob man über die notwendigen Grundlagen für ein erfolgreiches Deutsch-Abitur verfügt!

Aufgabenstellungen in Klausuren und Abiturprüfungen folgen einem bestimmten "Code", den man "dechiffrieren" muss, um die Aufgabenstellung richtig und erschöpfend zu bearbeiten. Was genau verbirgt sich hinter Aufgabenstellungen  wie "analysieren", "beschreiben", "beurteilen", "charakterisieren", was wird von einem erwartet, wenn man etwas "erläutern", "einordnen", "überprüfen" oder "in Beziehung setzen" soll? Der Grundstock von Operatoren für das Fach Deutsch gibt Antworten darauf.

Hinsichtlich der Bewertung von Schülerleistungen gelten die in Art. 52 Abs. 2 BayEUG festgelegten Grundsätze in vollem Umfang. Dadurch ergeben sich folgende Anforderungen in den einzelnen Notenstufen:
 
Note „sehr gut“: 
Die Leistung entspricht den Anforderungen in besonderem Maße. Kleinere Schwächen können dabei hingenommen werden, wenn die mit der Aufgabenstellung verbundenen Erwartungen in der Zusammenschau dennoch auf eine für die Altersstufe herausgehobene Weise erfüllt werden.

Note „gut“:
Die Leistung entspricht den Anforderungen voll. In keinem Teilbereich fallen Schwächen ins Gewicht.

Note „befriedigend“:
Die Leistung entspricht im Allgemeinen den Anforderungen. Wenn kleinere Mängel auftreten, müssen sie durch eindeutige Vorzüge ausgeglichen werden.
 
Note „ausreichend“:
Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht aber im Ganzen den Anforderungen noch. Die auftretenden Mängel dürfen somit insgesamt keinen Zweifel an der Brauchbarkeit der erbrachten Leistung aufkommen lassen.

Note „mangelhaft“:
Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, lässt jedoch trotz vielfacher Mängel erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind. „Mangelhaft“ wird auch erteilt, wenn wesentliche Teilbereiche einer Schülerarbeit so gravierende Mängel aufweisen, dass andere, insbesondere Teilbereiche, die nicht im Zentrum der Aufgabenstellung stehen, keinen Ausgleich im Sinne einer ausreichenden Leistung schaffen können.


Note „ungenügend“:
Die Leistung entspricht nicht den Anforderungen und lässt selbst die nötigen Grundkenntnisse nicht erkennen. Entsprechendes gilt, wenn die Aufgabenstellung inhaltlich überhaupt nicht erfasst wurde oder eine in wesentlichen Teilen nicht ausgeführte Arbeit vorliegt.#


Quelle: KMS V.4–BS 4402.5–6.83587 "Unterricht im Fach Deutsch - Lernbereich Schreiben" vom 19.07.2016

 

    

Oberstufenseminare im Fach Deutsch

Als Leitfach vor allem im wissenschaftspropädeutischen Bereich kommt Deutsch eine besondere Rolle für die Ausbildung der Schüler zu. Um sie auf die Anforderungen des Studiums, aber auch der Arbeitswelt möglichst praxisnah vorzubereiten hat daher die Fachschaft Deutsch seit Einführung der neuen Oberstufe in jedem Jahr mindestens ein W- oder ein P-Seminar zu den unterschiedlichsten Themen angeboten. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Vielfalt von Themen im Bereich der Oberstufenseminare der letzten Jahre im Fach Deutsch!

        

W-Seminare

Zielsetzung des Seminars

Aladdin, Sindbad, Scheherazade: Die Gestalten aus Märchen der 1001 Nacht sind allgemein bekannt. Seit jeher waren die Bewohner des „Abendlandes“ von der Andersartigkeit des „morgenländischen“ Orients fasziniert. Ob die maurische Baukunst, die Prachtentfaltung der osmanischen Sultane oder die intensiven Farben und Gerüche Arabiens: Diese Geheimnisse führten immer wieder Reisende und Künstler in den Osten. Dazu wurde der Orient oft romantisch zum „Orientalismus“ verklärt. Trotzdem führten kulturelle Vorurteile, religiöse Konflikte sowie die Spätfolgen des Kolonialismus zu neuen Problemen.
Gerade in jüngerer Zeit ermöglichten Flucht und Exil von Autoren aus Syrien, dem Iran oder der Türkei neue Ost-West-Begegnungen mit einer wesentlichen kulturellen Bereicherung für die deutsche Literatur.
Das Seminar wird sich mit der Frage beschäftigen, wie sich deutsche und Weltliteratur in Ost und West begegneten. Themen sind dabei u. a.: Reisen in den Orient/Orientalismus als Sehnsuchtswelt /Migrantische Literatur in Deutschland / Gegenwartsliteratur in der Türkei, Iran, Ägypten. Natürlich kann das Seminar für die Schüler einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Vorurteilen leisten sowie eine vorurteilsfreiere Begegnung mit Menschen und Kultur des Orients ermöglichen.
Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten ist auf verschiedenen Gebieten möglich (Kunst- und Kulturgeschichte, Komparatistik). Der fächerübergreifende Ansatz soll sowohl Lese- als auch Methodenkompetenz der Schüler vertiefen und sie befähigen, mit dem erarbeiteten Instrumentarium einen Transfer zu Problemen der Gegenwartskultur zu leisten.

Zeitplan im Überblick

11/1
Sept. - Dez.: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: wissenschaftliche Fachsprache, Techniken von Mitschrift, Protokoll und Exzerpt, Einführender Unterricht: Methoden der Textinterpretation, Kultur- und Orientgeschichte, Biografie- und Reiseforschung
Jan. - Feb.: Entwicklung der Seminararbeitsthemen, Beschäftigung mit Fragen des Kultur- Transfers, Beschäftigung mit Fragen von Exil und Migration, Beschäftigung mit künstlerischen Schaffensprozessen, Teilnahme am literarisch-künstlerischen Leben, Besuch des Literaturhauses München, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Recherche, Bibliographie, Erstellung eines Arbeits- und Zeitplans, Genehmigung durch die Lehrkraft;
Leistungsnachweise in 11/1: ein Unterrichtsbeitrag, ein bewertetes Exzerpt pro Schüler/in, das folgende Kriterien erfüllt:

  • korrekte bibliographische Angabe
  • Übersichtlichkeit und formale Korrektheit
  • Konzentration auf relevante Gedankengänge des Primärtextes
  • mündliche Abfragen
  • ein Rechercheprotokoll, das folgende Qualitätskriterien erfüllt:
  • Auswahl relevanter, aktueller und / oder Standardliteratur
  • Beherrschung bibliographischer Standards

11/2
März - April:  Weitere Recherchen durch die Schüler/innen mit dem Ziel, ein Exposé über die geplante Arbeit zu erstellen, mindestens ein Individuelles Beratungsgespräch mit jedem/r Schüler/in, regelmäßiger gemeinsamer Unterricht, vor den Osterferien: Abgabe der Exposés, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Exposé, Anforderungen an das wissenschaftliche Manuskript;
Mai - Juni: Kurzreferate über die Recherche-Ergebnisse und die grundlegenden Fragestellungen der Arbeiten; Aufzeigen von Zusammenhängen zwischen den einzelnen Arbeiten;
Juni - Juli: selbständige Arbeit der Schüler/innen; Abgabe von Gliederungsentwürfen und Probekapiteln; Mitte Juli; Besprechung und Rückgabe vor den Sommerferien
Leistungsnachweise in 11/2:
Jede/r Schüler/in erstellt ein Exposé zu seiner Arbeit mit folgenden Inhalten:
- grundlegende Fragestellungen und Hypothesen
- Zielsetzung der Arbeit
- Darstellung der Quellenlage
- Zeitplan für die Erstellung der Arbeit
- Kurzreferat von jedem/r Schüler/in
- Gliederungsentwürfe, Probekapitel

12/1
Sept. - Nov.: mind. ein individuelles Beratungsgespräch mit jedem/r Schüler/in, regelmäßiger gemeinsamer Unterricht, Schreiben der Arbeit
Dez. - Jan.: Abschlusspräsentationen; Gelegenheit zur Übung; eine Vorbesprechung mit jedem/r Schüler/in
Leistungsnachweise in 11/2:
- Protokolle der Beratungsgespräche:
- formale Korrektheit
- klare Formulierung der zentralen Besprechungspunkte und der erarbeiteten Verbesserungsvorschläge
- Seminararbeit
- Präsentation

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Märchen aus 1001 Nächten
2. Johann Wolfgang v. Goethe: West-Östlicher Diwan
3. Hermann Hesse: Morgenlandfahrt
4. Gertrude Bell, Miniaturen aus dem Morgenland
5. Elsa Sophia von Kamphoevener: An Nachtfeuern der Karawan - Serail. Märchen und Geschichten Alttürkischer Nomaden
6. Feridun Zaimoglu: Leyla
7. Salman Rushdie: Die satanischen Verse
8. Zülfü Livaneli: Glückseligkeit
9. Ilija Trojanow: Der Weltensammler
10. Navid Kermani: Große Liebe
11. Rafik Schami: Sophia
12. Rafik Schami: Die dunkle Seite der Liebe

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Exkursion, Besuch von geeigneten Universitätsveranstaltungen

Zielsetzung des Seminars

Das Prädikat „Spiegel-Bestseller“ wirkt wie eine Lizenz zum Nachdrucken und damit Gelddrucken für Verlage. Doch um in diese Liste aufgenommen zu werden, benötigt man bereits zuvor den Verkaufserfolg. Worin liegt nun dieser begründet? Ist es nur geschicktes Marketing? Oder treffen die Romane den Nerv der Leserschaft, thematisieren sie aktuelle gesellschaftliche Fragen, sind es die Hauptfiguren, die den Leser zum Buch greifen lassen, ist es der Autor selbst oder sind einfach nur die plots spannend und unterhaltsam? Aber wie kommen die Leser in einem nicht zu überblickenden Markt zu ihrem Buch? Ist es die persönliche Empfehlung aus dem Bekanntenkreis oder des vertrauten Buchhändlers, der vertrauten Buchhändlerin? Sind es die vermeintlich persönlichen Empfehlungen von amazon? Orientieren sie sich an Leseempfehlungen nicht der „Bestseller“- sondern der „Bestenlisten“ etwa des swr? Spielen Büchersendungen im Fernsehen eine Rolle?
Neben einer Einführung in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. Recherche, äußere Form oder richtiges Zitieren beim Schreiben einer Seminararbeit), was ein zentrales Thema in allen W-Seminaren sein wird, werden wir uns in diesem Seminar mit den dann aktuellen Belletristik - Bestsellerlisten beschäftigen. Zuvor wird die Frage zu klären sein, was ein Bestseller überhaupt ist und wie er „gemacht“ wird.
Wir werden beispielhaft ein Buch gemeinsam analysieren und versuchen eine Antwort auf die Frage des Erfolgs zu finden. Orientiert an diesem Muster wählt jeder Seminarteilnehmer für seine eigene Arbeit ein Buch aus den aktuellen Listen des Jahres 2015. Nicht zu kurz kommen soll auch das Einüben von Präsentationstechniken, die für Ausbildung und Beruf zweifellos von großer Bedeutung sind.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

Jeder Schüler wählt zur Bearbeitung einen Bestseller aus dem Bereich Belletristik aus den aktuellen Bestsellerlisten des Jahres 2015.

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Geplante Leistungserhebungen sind Präsentationen (Zwischen- und Endpräsentation), Unterrichtsbeiträge, Rechenschaftsablagen, etc. (2 pro Halbjahr), und natürlich die Seminararbeit am Ende. Da es im Seminar in erster Linie darum geht, zu helfen und zu unterstützen (statt zu bewerten) wird es regelmäßige Einzelbesprechungen geben.

Zielsetzung des Seminars

Wer beim Begriff „Romantik“ nur an ein behagliches Liebesmahl bei Kerzenschein denkt, vielleicht noch an Wald und Felder, Gebirg ́ und Bächlein, der geht weit an dem vorbei, was diese Literaturepoche des 19. Jahrhunderts wirklich ausmacht: Das Bewusstein von und der Umgang mit dem Abgrund. Besonders deutlich wird dies in den Texten, die man zur sogenannten „Schwarzen Romantik“ zählen kann – da geht es um unheimliche Gestalten, Wahnsinn, magische Einflüsse, das Unerklärliche und den Tod. Solch morbide Themen begeisterten nicht nur deutsche Autoren, sondern in ganz Europa (und darüber hinaus!) finden sich spannende Werke dieser Art, was eine vergleichende Perspektive geradezu herausfordert. Im Seminar sollen zunächst gemeinsam passende Texte und die entsprechenden (historischen, philosophischen) Hintergründe erarbeitet werden, um sich dann in der Seminararbeit jeweils auf die Texte eines bestimmten Autors zu konzentrieren.
Dabei wird nicht nur intensiv der Umgang mit literarischen Texten geübt, sondern es werden auch Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Zudem bietet das Seminar eine Ergänzung bzw. Vertiefung zur Behandlung der Romantik im Deutschunterricht.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Gemäuer, Gespenster, Geschrei: Die “gothic novel” in England
2. Ein Schotte schreibt Bestseller: Sir Walter Scott und das Unheimliche
3. Fernhypnose oder Wahnsinn – E. T. A. Hoffmann
4. Das Monster ist los... Mary Shelleys „Frankenstein“
5. Lust am Untergang bei E. A. Poe
6. Lord Byron und die Melancholie
7. Grimms Märchen als „Schwarze Romantik“?
8. Gérard de Nerval und der Wahnsinn
9. Ein Leben ohne Schatten – Chamissos „Peter Schlemihl“
10. Die Droste-Hülshoff als schwarze Romantikerin?
11. Ludwig Tiecks „Runenberg“

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Neben der Erstellung und Präsentation der Seminararbeiten finden Leistungserhebungen im Rahmen von Unterrichtsbeiträgen (erste, gemeinsame Phase), Exzerpten, Stegreifaufgaben, Exposés und Kurzreferaten statt. Alle genannten Leistungen entstehen als „Nebenprodukte“ zur weitgehend selbstständigen Recherche für die Seminararbeit. Die notwendigen wissenschaftlichen Arbeitstechniken (Recherche, Bibliotheksbenutzung, Exzerpieren, Zitieren, Analysieren, Referieren) werden in einem ersten Teil gemeinsam erlernt und sind v. a. im Hinblick auf ein mögliches späteres Studium als essentiell (über das Fach Deutsch hinaus!) zu betrachten.

Zielsetzung des Seminars

Künstlerische Schaffensprozesse werden immer wieder auch als Grenzüberschreitungen von traditionellen „Normalitäts-Begriffen“ angesehen. So kann die Entstehung von einigen Werken der Kunst auch mit psychologischen oder psychiatrischen Modellen erklärt werden. Andererseits gehört der Wahnsinn als Faszinosum oder Trauma zu den großen Themen der Literatur, man denke z.B. an Homers Ajax oder den Nathanael in E.T.A. Hoffmanns Sandmann. Gerade die Grenzüberschreitung von „gesund“ zu einer wie auch immer gearteten pathologischen Extraform war für Leser aller Zeiten immer faszinierend.
Das Seminar wird sich mit der Frage beschäftigen, warum der Wahnsinn so attraktiv für die Kunst ist, wie und warum Kunst und Wahnsinn Bündnisse eingehen, warum Kunst Wahnsinn sein kann, und allgemein, wie „Kunst“ überhaupt entsteht. Im Fokus sollen dabei Werke deutscher und internationaler Autoren stehen (z.B. E.T.A. Hoffmann, Georg Büchner, Georg Trakl, Franz Kafka, Joachim Meyerhoff, August Strindberg, Nikolai Gogol, Fjodor Dostojewski u.v.a.). Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten ist auf verschiedenen Gebieten möglich (Kunst-, Musik- und Kulturgeschichte, Komparatistik). Der fächerübergreifende Ansatz soll sowohl Lese- als auch Methodenkompetenz der Schüler vertiefen und sie befähigen, mit dem erarbeiteten Instrumentarium einen Transfer zu Problemen der Gegenwartskunst zu leisten.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Das Doppelgängermotiv (Dostojewski, Stevenson, Wilde u. a.)
2. Wahnsinnsmotive in Shakespeares „Macbeth“ und „King Lear“
3. „Wahnsinnige“ bei E.T.A. Hoffmann
4. „Das Unsagbare sagbar machen“: Über Georg Trakls Gedichte
5. Joachim Meyerhoff: Der Sohn des Anstalsleiters
6. „Alexanders poetische Texte“: Dichtung aus der Psychiatrie?

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Exkursion, Besuch von geeigneten Universitätsveranstaltungen

Zielsetzung des Seminars

Neben einer Einführung in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. Recherche, äußere Form oder richtiges Zitieren beim Schreiben einer Seminararbeit), was ein zentrales Thema in allen W-Seminaren sein wird, werden wir uns in diesem Seminar mit der facettenreichen europäischen Kriminalromankultur beschäftigen. Ein Fokus soll dabei auf Krimireihen gelegt werden, in denen die jeweilige Hauptfigur über mehrere Bücher hinweg dem Leser immer vertrauter wird.
Dabei soll die Frage des Erfolgs der jeweiligen Krimireihe untersucht werden. Sind die Romane Spiegel der jeweiligen nationalen oder regionalen Seelen, thematisieren sie aktuelle gesellschaftliche Fragen, sind es die Hauptfiguren, die den Leser zum Buch greifen lassen oder sind einfach nur die plots spannend?
Wir werden beispielhaft ein Buch gemeinsam analysieren und versuchen eine Antwort auf die Frage des Erfolgs zu finden. Orientiert an diesem Muster wählt jeder Seminarteilnehmer ein Buch aus der folgenden Liste oder aber auch darüber hinaus, wobei es in der Regel das neueste Buch der jeweiligen Reihe sein sollte. Nicht zu kurz kommen soll auch das Einüben von Präsentationstechniken, die für Ausbildung und Beruf zweifellos von großer Bedeutung sind.
Die im Folgenden aufgelisteten Kriminalromane sind als Anregung zu verstehen und sollen die große Bandbreite des Rahmenthemas verdeutlichen. Im Idealfall werden wir jedoch die konkreten Themen im Seminar gemeinsam bzw. in individuellen Besprechungen entwickeln.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Kurt Lanthaler: Napule (2002) Südtirol
2. Elisabeth Corley: Sine Culpa (2008) Großbritannien
3. Wolfgang Schorlau: Die letzte Flucht (2011) Deutschland
4. Janwillem van de Wetering: Ölpiraten (1996) Niederlande
5. Henning Mankell: Der Feind im Schatten (2009) Schweden
6. Jussi Adler-Olsen: Erlösung (2009) Dänemark
7. Jakob Arjouni: Bruder Kemal. Ein Kayankaya-Roman (2012) Deutschland
8. Alfred Komarek: Polt (2009) Österreich
9. Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott (2009) Österreich
10. Andrea Camilleri: das Ritual der Rache (2008) Italien
11. Manuel Vasquez Montalban: Requiem für einen Genießer (2004) Spanien - Katalonien
12. Gisbert Haefs: Finaler Rettungskurs (2012) Deutschland

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Geplante Leistungserhebungen sind Präsentationen (Zwischen- und Endpräsentation), Unterrichtsbeiträge, Rechenschaftsablagen, etc. (2 pro Halbjahr), und natürlich die Seminararbeit am Ende. Da es im Seminar in erster Linie darum geht, zu helfen und zu unterstützen (statt zu bewerten) wird es regelmäßige Einzelbesprechungen geben.

Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:

Frankenstein, Dracula, Dr. Jekyll? Diese Namen aus der „klassischen“ englischsprachigen Literatur kennt nahezu jeder. Aber wie steht es mit dem Golem, Baphomet oder der reizenden Alraune? Alle drei Figuren entstammen einer heute fast vergessenen, aber unheimlich spannenden deutschen Erzählepoche mit vorwiegend phantastischen Inhalten, die sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verorten lässt. Im Seminar sollen zunächst Klassiker des Genres „Schauerroman“, angefangen bei den englischen Vorbildern, über E.T.A. Hoffmann bis zu Poe betrachtet werden, um grundlegenden Ähnlichkeiten und „Mustern“ dieser Art von Literatur auf die Spur zu kommen. Im Anschluss soll es um die deutschen und österreichischen Autoren um 1920 gehen, deren historischer Hintergrund erforscht werden muss, um (vielleicht) eine Antwort auf die Beliebtheit dieser Texte gerade um diese Zeit zu bekommen. Weiters wird dann die Beschäftigung mit Textbeispielen im Vordergrund stehen, ergänzbar durch die jeweiligen Verfilmungen. Dabei wird nicht nur intensiv der Umgang mit literarischen Texten geübt, sondern es werden auch Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Gustav Meyrinks „Golem“
2. K. H. Strobl: „Eleagabal Kuperus“
3. Franz Spunda: „Baphomet“
4. Alfred Kubin: „Die andere Seite“
5. H. H. Ewers: „Alraune“
6. Oskar Panizza: Erzählungen
7. Elemente des „Phantastischen“ bei Franz Kafka

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Neben der Erstellung und Präsentation der Seminararbeiten finden Leistungserhebungen im Rahmen von Unterrichtsbeiträgen (erste, gemeinsame Phase), Exzerpten, Stegreifaufgaben, Exposés und Kurzreferaten statt. Alle genannten Leistungen entstehen als „Nebenprodukte“ zur weitgehend selbstständigen Recherche für die Seminararbeit. Die notwendigen wissenschaftlichen Arbeitstechniken (Recherche, Bibliotheksbenutzung, Exzerpieren, Zitieren, Analysieren, Referieren) werden in einem ersten Teil gemeinsam erlernt und sind v. a. im Hinblick auf ein mögliches späteres Studium als essentiell (über das Fach Deutsch hinaus!) zu betrachten.

Zielsetzung des Seminars:

Zahlreiche deutsche Schriftsteller teilen das Schicksal der unfreiwilligen Emigration und der qualvollen psychischen Belastung und existentiellen Bedrohung des Exils. Vom Vaterland vertrieben, flohen sie ins Exil, zum Schutze ihrer Person, zum Schutze ihrer Werke, ihres Gedankenguts. Diese unselige „Traditionslinie“ reicht von Heinrich Heine über Georg Büchner bis hin zu Wolf Biermann. Hitlers Schreckensherrschaft ist wohl die bekannteste und opferreichste Epoche der deutschen Exilgeschichte. Dabei konnten sich einige Autoren rechtzeitig retten, andere wurden aufgegriffen und starben in Konzentrationslagern. Wieder andere vermochten nach der Rückkehr in ihre Heimat nicht mehr an ihr früheres Wirken anzuknüpfen.
Angestrebt wird eine intensive Auseinandersetzung mit wesentlichen Werken und Autoren des Exils. Im Mittelpunkt sollen dabei weniger bekannte und zu Unrecht vergessene Autoren der Zeit nach 1933 stehen (z. B. Alexander Moritz Frey, Irmgard Keun, Mascha Kaléko u. a.). Daneben wird man sich auch mit den „Klassikern“ des Exils beschäftigen, z. B. mit Heinrich Heine, Stefan Zweig, Bertolt Brecht oder Wolf Biermann. Ein Transfer zu Problemen aktueller Exilliteratur (China, Arabische Staaten und Naher Osten) ist mehr als wünschenswert.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Das Deutschlandbild bei Heine („Deutschland – Ein Wintermärchen“)
2. Georg Büchner auf der Flucht
3. „Die Sammlung“, eine Zeitschrift des Exils (Klaus Mann)
4. A. M. Frey – ein fast vergessener Autor („Himmel und Hölle“)
5. Romane aus Hitler- Deutschland (Seghers „Das siebte Kreuz“, Keun „Nach Mitternacht“)
6. „Listen, Germany!“: Die Radioansprachen Thomas Manns über BBC
7. Der Querido-Verlag: Ein deutscher Verlag im Exil

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Exkursionen (Ausstellung, Literaturarchiv), Besuch von geeigneten Universitätsveranstaltungen

Zielsetzung des Seminars

„Lyrik nervt!“ betitelt Andreas Thalmayr (alias Hans Magnus Enzensberger) seine 2008 erschienene Hinführung zu Gedichten für junge Leser, die er aber auf diese Weise doch für die Lyrik gewinnen möchte. Dieses W-Seminar richtet sich an alle, die Gedichte nicht nerven, die vielmehr Spaß daran haben, sich mit kurzen, aber stark verdichteten zeitgenössischen Texten in vielfältiger Weise auseinanderzusetzen und so ihren interpretatorischen Blick, ihre sprachlichen, vor allem aber ihre analytischen Fähigkeiten zu schulen. Da Lyrik als Zeugnis von Welt- und Selbsterfahrung häufig von Subjektivem spricht, wendet sie sich – wie keine andere Gattung – an das Individuum, das gerade im 20. und 21. Jahrhundert oft hinter sozialen Rollen, Systemen und Strukturen verschwindet.
Das Seminar soll die Möglichkeit bieten, zahlreiche Textbeispiele und Autoren der Lyrik nach 1945 kennenzulernen, dadurch Einblick in verschiedene Stilrichtungen, Themen und Formen zu gewinnen, und zur selbstständigen Auseinandersetzung mit ihnen führen. Je nach Neigung, Interesse und individueller Schwerpunktsetzung kann man sich mit verschiedenen Richtungen auseinandersetzen (zum Beispiel mit der Trümmerlyrik, der absoluten Lyrik, der Naturlyrik, der eher hermetischen Lyrik, mit politischer Lyrik, der sogenannten „Transitpoesie“ oder mit eher experimentellen oder poetologischen Gedichten (also mit Gedichten über das Schreiben von Gedichten) oder auch mit Poetry Slam).
Das Hauptaugenmerk gilt Autoren der Gegenwart, die üblicherweise aus Zeitgründen im Deutschunterricht etwas zu kurz kommen. Gleichzeitig werden wir uns mit verschiedenen Interpretationsansätzen beschäftigen und natürlich wissenschaftliche Textarbeit und Recherchetechniken einüben. Um bei aller Theorie die Freude am Gedicht und am gesprochenen Text nicht zu kurz kommen zu lassen, ist der Besuch von Lyriklesungen auch im Rahmen der Leipziger Buchmesse im März 2012 als integraler Bestandteil des Kurses geplant.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:
  1. Zeitgenössische Dichter (z.B. Durs Grünbein, Silke Scheuermann, Ulla Hahn, Hans Magnus Enzensberger ...), ihre Lyrik und deren Einordnung
  2. Probleme der Immigration und ihr Niederschlag in den Gedichten Nevfel Cumarts
  3. Durs Grünbein - ein poeta doctus im 21. Jahrhundert?
  4. Vergleichende Analyse motivgleicher Gedichte (verschiedene Möglichkeiten: z. B. Liebe, Vergänglichkeit, Krankheit, Tod, das Leben in der DDR, die Wende ....)
  5. Poetry Slam – eine Einführung (Ursprung, Verfahren, Interpretation exemplarischer Texte)
Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:

Sowohl in den Erzählungen als auch in den Romanen Thomas Manns sind die Bezüge zur Musik unübersehbar. Angefangen mit den Novellen „Tristan“ und „Wälsungenblut“ bis hin zu den Romanen „Buddenbrooks“, „Zauberberg“ und „Doktor Faustus“: Sowohl erzählerisch als auch essayistisch setzt sich der Musikliebhaber Thomas Mann mit der Musik- und Künstlerwelt seiner Zeit auseinander – angefangen von Richard Wagner bis hin zu Arnold Schönberg.
Angestrebt wird eine intensive Auseinandersetzung mit wichtigen erzählerischen Texten Thomas Manns sowie mit der zeitgenössischen Musik.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. „Der Ring der Nibelungen“ bei Thomas Mann (Buddenbrooks, Wälsungenblut)
2. Wagnerkult in München um 1900 („Tristan“, „Der kleine Herr Friedemann“)
3. Die Rede „Leiden und Größe Richard Wagners“ und die Folgen nach 1933
4. Dècadence um 1900 („Der Bajazzo“)
5. „Fülle des Wohllauts“ in „Der Zauberberg“
6. Schönbergs Zwölftonmusik und „Doktor Faustus“

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Besuch des Literaturhauses München, Besuch von geeigneten Universitätsveranstaltungen

Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:

…„AUF DER MAUER STAND MIT KREIDE:
Sie wollen Krieg.
Der es geschrieben hat
Ist schon gefallen.“ (B. Brecht, 1937)

Wer kennt nicht die Bilder der „feierlichen“ Bücherverbrennung aus dem Jahr 1933, das weihevolle intonierte „Ich übergebe den Flammen die Schriften von…“? Dabei stand die Bücherverbrennung nur am Anfang einer umfassenden Beeinflussung von Literatur und Film durch die nationalsozialistische Politik. Aber wie hat sich diese konkret ausgewirkt? Welche Möglichkeiten blieben regimekritischen Autoren, welche eröffneten sich für linientreue? Gibt es „Unpolitische“? Über die bekannte Einteilung in „NS-Literatur“, „Exilliteratur“ und „Literatur des Inneren Widerstands“ hinaus soll an konkreten Einzelbeispielen untersucht werden, wie (formal und inhaltlich) Literatur auf die veränderten politischen Verhältnisse reagierte. Somit erhält das Seminar fächerübergreifenden Charakter, da hier Literatur- und Geschichtswissenschaft kaum getrennt werden können: Es kann exemplarisch gezeigt werden, wie sehr Geschichte und Literatur miteinander verflochten sind. Zugleich soll eine häufig festzustellende Lücke in der Beschäftigung mit der Literatur des 20. Jahrhunderts geschlossen werden, da meist eine Reduktion des Themas auf einige gelungenere Werke aus dem Exil und der „Inneren Emigration“ stattfindet, während die große Masse der in jener Zeit produzierten Literatur kaum zur Kenntnis genommen wird. Hier den Blickwinkel zu weiten auch auf Werke im „ideologischen Giftschrank“ und ihre „harmloseren“ Varianten, wird daher der Schwerpunkt des Seminars sein. Ziel ist es somit, ein möglichst differenziertes Bild dieser Literatur“epoche“ zu erhalten.

Mögliche Themen für die Seminararbeiten:

1. Nationalsozialistische Propaganda – Ästhetisierung in Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“
2. Erich Kästner und die Bücherverbrennung
3. Darstellung der nationalsozialistischen Ideologie  in dem Roman „Volk ohne Raum“ von Hans Grimm
4. Das Lesebuch im Dritten Reich als Mittel nationalsozialistischer Propaganda
5. Analyse eine nationalsozialistischen historischen Romans am Beispiel von Hans Friedrich Bluncks „Wolter von Plettenberg“
6. Gertrud Fusseneggers literarische Wandlung während des Nationalsozialismus
7. Kritik am Nationalsozialismus durch Bertolt Brecht
8. Die Darstellung nationalsozialistischer Ideale  nd deren Wirkung auf den Zuschauer durch Hanns Johst in seinem Drama Schlageter (Sophia Seelos)
9. Propaganda oder Unterhaltung? "Die Feuerzangenbowle" im Vergleich mit "Ohm Krüger"
10. Verdeutlichung der antisemitischen Propaganda im Nationalsozialismus anhand des Vergleichs der Novelle Jud Süß von Wilhelm Hauff (1827) mit dem gleichnamigen Film von Veit Harlan (1940)

Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Neben der Erstellung und Präsentation der Seminararbeiten finden Leistungserhebungen im Rahmen von Unterrichtsbeiträgen (erste, gemeinsame Phase), Exzerpten, Rechercheprotokollen, Exposés und Kurzreferaten statt. Alle genannten Leistungen entstehen als „Nebenprodukte“  zur weitgehend selbstständigen Recherche für die Seminararbeit. Die notwendigen wissenschaftlichen Arbeitstechniken (Recherche, Bibliotheksbenutzung, Exzerpieren, Zitieren, Analysieren, Referieren) werden in einem ersten Teil gemeinsam erlernt und sind v. a. im Hinblick auf ein mögliches späteres Studium als essentiell (über das Fach Deutsch hinaus!) zu betrachten.

   

P-Seminare

Inhalte und Methoden der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung:
  • Individuelle Recherche über Studiengänge und Berufsfelder
  • Exkursionen: z. B. Buchhandlungen, Bibliotheken, Buchmesse, Zeitung
  • Gespräche mit z. B. Buchhändlern, Bibliothekaren, Autoren, Journalisten, Schauspielern
Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:
  • Die Teilnehmer/innen sollen zu vermehrtem, reflektiertem Lesen angeregt werden.
  • Schülerinnen und Schüler erarbeiten ein Konzept zur Leseförderung (Ideenfindung, Terminplanung, Organisation ausgewählter geeigneter Maßnahmen).
  • Verschiedene Aktionen mit dem Ziel der Leseförderung sollen durchgeführt werden (z. B. Lesescouts/-paten in Klassen 5 oder 6, (Vor-)Lesepausen, Leserallye, Lesenacht...).
  • Buchempfehlungen, die durchgeführten Aktionen und die Ergebnisse der Arbeit sollen dokumentiert und einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden (z. B. Homepage, Memo, leseforum bayern, Veranstaltungen).
  • Die neue Schulbibliothek soll ins Bewusstsein (vor allem der Schüler und Schülerinnen der Unterstufe) gerückt werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler befassen sich kritisch mit der Wirkung der neuen Medien auf das Leseverhalten der Schüler/innen und werten entsprechende Fachliteratur aus.
Zeitplan im Überblick:

11/1

  • Ideenfindung
  • Herstellung der Kontakte zum örtlichen Buchhandel und zur Stadtbibliothek
  • Auswerten von Medien im Hinblick auf Lektüreempfehlungen (Arbeit mit verschiedenen Zeitungen, Internet; Verlagswerbung); Gespräche/eventuell Workshop mit einem Journalist(en): Verfassen und Publizieren eigener Rezensionen/Kritiken über Jugendbücher
  • Auseinandersetzung mit aktuellem Leseverhalten jüngerer Schüler/innen und mit der Forschung zur Wirkung der neuen Medien auf das Lese- und Lernverhalten

11/2

  • Fortführung der in 11/1 begonnenen Arbeit
  • evtl. Auf- und Ausbau einer lesefördernden Maßnahme (für Schüler/innen der Unterstufe)
  • Information einer interessierten Öffentlichkeit
  • Besuch der Leipziger Buchmesse (Schwerpunkt: Neuerscheinungen im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur)

12/1

  • Fortführung der Arbeit
  • Portfolio und Abschlussgespräch
Folgende außerschulische Kontakte können/sollen im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
  • örtlicher Buchhandel und Stadtbibliothek
  • Verlagswesen
  • lokale Presse
  • evtl. Sponsoren
Inhalte und Methoden der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung:
  • Individuelle Recherche über Studiengänge bzw. Berufsfelder
  • Exkursionen: Verlage, Buchhandlungen
  • Gespräche mit Autoren/Fotografen
Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:
  • Schülerinnen und Schüler erarbeiten ein Konzept zur Durchführung eines Wettbewerbs im Kreativen Schreiben und Fotografieren (Themenfindung, Werbung, Terminplanung)
  • Der Wettbewerb soll durchgeführt werden ( Umsetzung, Sichtung und Bewertung der Beiträge)
  • Die Beiträge sollen eine Form der Veröffentlichung finden (Organisation einer Autorenlesung, Veröffentlichung der Beiträge in geeigneter Form)
Zeitplan im Überblick:

11/1

  • Themenfindung
  • Ausschreibung und Bewerbung des Projekts
  • Herstellung der Kontakte zum örtlichen Buchhandel
  • Gespräche mit Autoren/Fotografen und Besuch von Verlagen
  • Zusammenstellung einer Jury
  • Erarbeiten eines Finanzierungskonzeptes

11/2

  • Sichten und Bewerten der Beiträge mit Hilfe der Jury
  • Finden einer geeigneten Präsentationsform
  • Organisieren der Präsentation

12/1

  • Präsentation der Ergebnisse des Wettbewerbs
Folgende außerschulische Kontakte können/sollen im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
  • Örtlicher Buchhandel
  • Verlagswesen
  • Künstler
  • Lokale Presse/Schülerzeitung
  • Sponsoren
Inhalte und Methoden der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung:

Selbsterkundung/ Allg. Information über Studien- und Berufswahl/ Information über konkrete Berufe und Studiengänge/ Berufs- und Studienrecherche/ Besuch interner und externer Veranstaltungen zur Berufsorientierung

Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:
  • Die Kommunikation mittels Schrift und Bild , der rhetorisch überzeugende Auftritt vor Gruppen sowie der selbstbewusste Umgang mit den Medien und der Welt „außerhalb der Schule“ sind Aspekte des Deutschunterrichts sowie einer ganzheitlichen gymnasialen Erziehungszielsetzung.
  • Das Jubiläum sowie die Einweihungsfeierlichkeiten der Schule nach Abschluss der Um und Erweiterungsbauarbeiten im Laufe des Jahres 2013 scheinen geradezu prädestiniert zu sein, ein interdisziplinäres Projekt unter dem Leitfach Deutsch zu werden. Die Arbeitsfelder reichen dabei von der tagesaktuellen Druckfertigstellung der Festschrift (im Anschluss an das bereits laufende P-Seminar „Festschrift“) bis zu deren Vertrieb, von der minutiösen Vorbereitung der Einweihungsfeierlichkeiten (Planung, Einladungen, Festprogramm, Catering etc.) bis zu deren aufwändiger Betreuung und ggf. Nachbereitung. Nicht zuletzt hat das Projekt hervorragende soziale und emotionale Aspekte, indem im Team ein ganz besonders schönes Ereignis mitgestaltet wurde.
  • Journalismus, Mediendesign, Event-, Kultur- und Projektmanagement und Rhetorik bieten breite Möglichkeiten für die berufliche Orientierung.
Zeitplan im Überblick:

11/1

  • Planen und Organisieren
  • Weiterführung der vorhandenen journalistischen Arbeit des Vorgänger-Seminars
  • Tagesaktuelle Ergänzung in Wort und Bild; Dokumentation der Baumaßnahmen
  • Sammeln von Vorschlägen zur Gestaltung der Feierlichkeiten
  • Kaufmännische Planung (Sponsoren etc.)

11/2

  • Planung der Feierlichkeiten in Zusammenarbeit mit der Schulleitung (Form, Umfang, Gästelisten, Einladungen, Kultur- und Musikprogramm, Reden, Catering etc.)
  • Planung der Gestaltungselemente (Dekoration, Blumen, Kleidung, Tische etc.)
  • Umsetzung der Planungsvorgaben
  • Verschicken der Einladungen
  • Gestalterische und textuelle Arbeiten abschließen
  • Abgabe der Dateien in der Druckerei
  • Abholung der fertigen Produkte
  • Planung der Verteilung

12/1

  • Durchführung und Betreuung der Veranstaltungen
  • Maßnahmen der Nachbereitung und Sicherung
Folgende außerschulische Kontakte können/sollen im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
  • Ehemalige, Schulleitung, Schul- und Kultusbehörden
  • Journalisten, Medien- und Kommunikationsdesigner
  • Event- und Kulturmanagement-Vertreter
  • Kaufmännische und Catering-Berufe
Angestrebte Sach- und Methodenkompetenzen:
  • Journalistische Weiterverarbeitung des Materials
  • Zielgruppenorientierte Gestaltung von Programmen, Einladungen
  • Künstlerische Mit-Organisation der Veranstaltungen
  • Formvollendete Betreuung der Gäste (Begrüßung, Catering etc.)
  • Kaufmännische Kalkulation des Projekts (Angebotseinholung, Sponsoren)
Inhalte und Methoden der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung:

Selbsterkundung/ Allg. Information über Studien- und Berufswahl/ Information über konkrete Berufe und Studiengänge/ Berufs- und Studienrecherche/ Besuch interner und externer Veranstaltungen zur Berufsorientierung

Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas (ggf. Bezug zum Fachprofil):
  • Eine „Festschrift“ aus Anlass des Schuljubiläums kann man geradezu ideal als ein interdisziplinäres Projekt unter dem Leitfach Deutsch bezeichnen. Die Arbeitsfelder reichen dabei von der historischen Recherche zu allen journalistischen Techniken, vom visuellen (Kommunikations-) Design zur kaufmännischen Kalkulation sowie der Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von externen Partnern. Nicht zuletzt hat das Projekt ein „handfestes“ Ziel: die Erstellung einer inhaltlich wie künstlerisch ansprechenden Festschrift.
  • In engem Zusammenwirken mit den Sach- und Personalressourcen der in zahlreichen Wettbewerben preisgekrönten Schülerzeitung des Gymnasiums Marktoberdorf kann Erfahrungstransfer stattfinden.
  • Journalismus, Medien- und Kommunikationsdesign, Zeitgeschichte und betriebswirtschaftliche Kalkulation bieten breite Möglichkeiten für die berufliche Orientierung.
Zeitplan im Überblick (Aufteilung der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung und der Projektarbeit):

11/1

  • Planen und Organisieren
  • Journalistische (Fremd-)Texte und andere Festschriften analysieren und bewerten
  • Vertrautwerden mit gängigen Layoutprogrammen
  • Sammeln von Vorschlägen zur visuellen Gestaltung

11/2

  • Umgang mit Formen der Recherche vertiefen / eigene Gestaltungsversuche zur Diskussion stellen
  • Vergabe von Beiträgen an freie Mitarbeiter und offizielle Stellen (Schule, Stadt, Kultusministerium etc.)
  • Sammeln und Sichten der Beiträge externer freier Mitarbeiter sowie offizieller Beiträger
  • Texte schreiben und überarbeiten
  • Anzeigenaquisition, Gewinnen von Sponsoren
  • Aufstellung eines Finanzplanes
  • Angebotseinholung (Druckerei, Technik)

12/1

  • Sammeln und Sichten der Beiträge externer freier Mitarbeiter sowie offizieller Beiträger
  • Texte schreiben und überarbeiten und zur Veröffentlichung vorbereiten
  • Gestalterische und textuelle Arbeiten abschließen
  • Abgabe der Dateien in der Druckerei
  • Abholung der fertigen Produkte
  • Planung der Verteilung
Folgende außerschulische Kontakte können/sollen im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
  • Zeitzeugen, Ehemalige, Schulleitung, Schul- und Kultusbehörden
  • Zeitungsverlage, Journalisten
  • Medien- und Kommunikationsdesigner
  • Technische und kaufmännische Berufe
Angestrebte Sach- und Methodenkompetenzen:
  • Recherchieren von schul- und zeitgeschichtlichem Material (Befragung von Zeitzeugen, Arbeit mit Archiven etc.)
  • Journalistische Be- und Aufarbeitung des Materials
  • Gestaltung und Layout einer Festschrift
  • Kaufmännische Kalkulation des Projekts (Angebotseinholung, Sponsoren)
Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Wenn sich die Inhalte der Studien- und Berufsorientierung in den einzelnen P-Seminaren einer Schule nicht wesentlich unterscheiden, werden für die Wahlentscheidung das Projektthema und/oder der Fachbereich maßgebend sein. Beim Mehr-Lehrer-Modell (vgl. Kapitel 2 zum P-Seminar im Lehrer-Leitfaden „Die Seminare in der gymnasialen Oberstufe“ , S. 36, Modelle der Durchführung) können die Gruppen für die Studien- und Berufsorientierung beliebig zusammengestellt werden. Vgl. dazu auch Kapitel 8 zum P-Seminar im Lehrer-Leitfaden "Die Seminare in der gymnasialen Oberstufe“ , S. 63 f. („Wahlprozesses zur Einrichtung der Seminarkurse").

Zielsetzung des Projekts, Begründung des Themas:

Wir führen, nach intensiver und eigenständiger Vorbereitung durch die Seminarteilnehmer, eine Studienfahrt ins Rheinland durch. Vom römischen Trier und der karolingischen Kaiserpfalz zu Aachen über den Kölner Dom und die Koblenzer Festung Ehrenbreitstein zur ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, mit dem Rhein- und Moseltal, der Vulkaneifel, dem Weinbau usw. bietet das Rheinland eine Fülle Zielen und Themen aus den verschiedensten Fachbereichen der Fächer Geschichte, Geographie, Kunst, Politik, Religion. Anschließend schreibt jeder Schüler über einen anderen Aspekt der Fahrt eine Reportage, die sich im Stil auch bewußt an Vorbilder anlehnen darf.
- Erlernen von Projektarbeit und Präsentation
- interdisziplinäre (geographisch, historisch, kunsthistorisch, politisch) Bearbeitung von Themen
- Gestaltung von Reportagen und Reiseberichten
- die Konrad Adenauer-Stiftung und die Kommission für Zeitgeschichte als Beispiele für politische Stiftungen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
- Einblicke in Berufsfelder aus den Bereichen Geschichtswissenschaft, Politik und Journalismus

Zeitplan im Überblick (Aufteilung der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung und der Projektarbeit):

11/1
Identifikation und Auswahl der Exkursionsziele; Organisation von Transport und Unterkunft, Analyse von Reportagen
11/2
Feinplanung des Reiseablaufs; inhaltliche Vorbereitung mit Präsentationen; evtl. Fahrt mit Führung vor Ort durch die Schüler
12/1
Evtl. Fahrt mit Führung vor Ort durch die Schüler; Erstellung der Reportagen;

Folgende außerschulische Kontakte können im Verlauf des Seminars geknüpft werden:
  • Konrad Adenauer-Stiftung (Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Inst. für Begabtenförderung)
  • Kommission für Zeitgeschichte
  • Allgäuer Zeitung
Weitere Bemerkungen zum geplanten Verlauf des Seminars:

Durchschnittliche Fähigkeiten in deutscher Sprache zu formulieren genügen, sofern Interesse am und Engagement beim Formulieren von Texten gegeben ist. Das Seminar ist insbesondere auch für historisch und kulturell interessierte Schüler zu empfehlen. Es muss u. U. teilweise auch in Blockform, evtl. auch an einem Samstag durchgeführt werden. Auch entstehen den Schülern Kosten durch die Exkursion.

   

Schülerbibliothek und Bücherclub mit den "Lesetipps der Woche"

"Wer zwei Paar Hosen hat, mache eins zu Geld und schaffe sich ein Buch an", forderte schon der große Aphoristiker Lichtenberg. Da wir aber niemandem die Kleidung wegnehmen wollen, die Lektüre guter Bücher aber für ganz entscheidend halten, wenn man selbstständig lernen, recherchieren und eintauchen will in die faszinierenden Welten des Wissens, der Märchen, der Romane, der Forschung, der Phantasie und anderer Kulturen - deshalb haben wir an unserer Schule eine große Schülerbibliothek eingerichtet. Da gibt es nicht nur Bücher, sondern 6 Computerarbeitsplätze, unzählige Medien wie CDs, Filme, Hörbücher, interaktive Karten und vieles mehr. Darüber hinaus kann man sich schnell mit Lektürehilfen über die Klassiker der Weltliteratur informieren oder natürlich auch zu allen anderen Fachgebieten wie Physik, Biologie, Geschichte, Religion, Politik, Wirtschaft, Philosophie und Geschichte recherchieren.
Ein besonderer Service der Fachschaft Deutsch ist der "Bücherclub", den es seit dem Schuljahr 2015/16 gibt und der aus einem P-Seminar von Frau Lutzenberger hervorgegangen ist. Im Bücherclub werden zweimal wöchentlich in der Bibliothek aktuelle Romane, aber auch "Klassiker" für alle Altersstufen vorgestellt. Es werden Passagen daraus vorgelesen, der Inhalt erläutert und natürlich gibt es auch Kurzrezensionen und Buchempfehlungen, die ihr online abrufen könnt. Das Ganze findet immer donnerstags und freitags in der Großen Pause in der Bibliothek statt. Welche Bücher besprochen werden, erfahrt ihr immer zu Wochenanfang auf unserer Schulhomepage. Und hier geht´s zu unserer Schülerbibliothek bzw. zu den Lesetipps von Schülern für Schüler. Einfach reinklicken und losschmökern!

   

Aktivitäten der Fachschaft Deutsch

In unserem Fachschaftsarchiv finden Sie Berichte über Veranstaltungen, Exkursionen und andere Aktivitäten der Fachschaft Deutsch in den letzten Jahren sowie einige Projekte, die aus dem Unterricht entstanden sind.

Unsere Antolin-Sieger 2017

Lesen macht Spaß - und schlau! Das wissen auch unsere Fünftklässler, die wieder voller Begeisterung am Leseförderprogramm "Antolin" teilgenommen haben. Die Schüler beantworten dabei im Internet Fragen zum Inhalt gelesener Bücher und bekommen Punkte für richtige Antworten auf ein persönliches Lesekonto gutgeschrieben. Jetzt wurden unsere engagiertesten Vielleser ausgezeichnet.

Mehr lesen

Ein spannendes Theatererlebnis

Mit „Ich bin das Volk“ schrieb Franz Xaver Kroetz 1993 ein Stück, das angesichts des im Zuge der Flüchtlingskrise erneut aufflammenden Rechtspopulismus und -radikalismus aktueller ist denn je. Deshalb machten sich alle 23 Schüler der Klasse 9a auf ins MODEON und erlebten einen spannenden Theaterabend, über den sie auch in den folgenden Unterrichtsstunden noch ausführlich mit ihrem Deutschlehrer Thorsten Krebs diskutierten.

Mehr lesen

Miteinander lesen, voneinander lernen

Nach ca. 80 Buchvorstellungen und Lesungen geht das Leseförderungsteam, bestehend aus uns 10 Leseratten - Charlotte Polansky, Cassandra Fichtner, Elisa Sepp, Maria Baumer, Rebecca Stüber, Christina Weiß, Theresa Bolkart, Anica Specht, Emine Akbaba und Franziska Kölbl – nun nach eineinhalb Jahren harter Arbeit in „P-Seminarrente“. Zeit für eine Bilanz.

Mehr lesen

Antolin-Sieger der 5. Klassen

Auch in diesem Schuljahr nahmen die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen am Leseförderprogramm „Antolin“ teil und wurden von Schulleiter Wilhelm Mooser u, Grundschullotsin Julia Henkel und dem Fachbetreuer Deutsch, Thorsten Krebs, für ihren Leseeifer geehrt.

Mehr lesen

Schreiben und Erinnern: Das P-Seminar Deutsch in der einstigen "Heil- und Pflegeanstalt" Irsee

Im Rahmen des Projekts "Organisation und Durchführung eines Schreib- und Fotografierwettbewerbs" sollten auch die 11 TeilnehmerInnen am Seminar über die reine Organisation des Wettbewerbs hinaus eine Möglichkeit bekommen, sich in einen kreativen Schreibprozess zu begeben. Der Weg führte in "unbekanntes Land"... Genauer vor ein großes geschlossenes Tor zum Klostergarten in Irsee.

Mehr lesen

Tag des Vorlesens

Wie schon im letzten Jahr beteiligte sich auch heuer wieder das Gymnasium Marktoberdorf am bundesweiten Tag des Vorlesens. Vier 5. Klassen durften es sich am Freitag, dem 20. November, zwischen 10.00 und 13.00 Uhr auf den Sitzkissen der Bücherei gemütlich machen und sich von den Klassensiegern des letztjährigen Lesewettbewerbs spannende Geschichten vorlesen lassen.

Mehr lesen

So macht Lesen Spaß!

In seiner knapp 90-minütigen Lesung stellte Till einige seiner Werke vor und sein Vorleser Christoph Marsch las anschließend kurze und unterhaltsame Textpassagen daraus. Der Schauspieler und gute Freund des Autors begeisterte die jungen Zuhörer mit seinem lebhaften Vortragsstil und sorgte immer wieder für herzhaftes Lachen unter den etwa 140 Jugendlichen.

Mehr lesen

Katharina & Till - Historisches Jugendtheater für die Mittelstufe

Während es für den Literaturunterricht in der Ober- bzw. Kollegstufe einfach „dazugehört“, den einen oder anderen Klassiker der deutschen Bühnenliteratur im Theater zu erleben, ist es gar nicht so leicht, thematisch und dramaturgisch ansprechende Stücke für die jüngeren Jahrgänge zu finden, die man im Unterricht lesen und anschließend im Theater anschauen kann. Um auch den Schülern der unteren Mittelstufe ein „Live-Theatererlebnis“ zu ermöglichen, besuchten die Siebt- und Achtklässler mit ihren Deutschlehrern am 20. Mai 2009 eine Aufführung des Landestheaters Schwaben, das Rainer Lewandowskis historisches Jugendstück „Katharina und Till“ im MODEON auf die Bühne brachte.

Mehr lesen

Autorenlesung: Robert Domes - "Nebel im August"

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2009, kamen der Autor Robert Domes und der ehemalige Leiter des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren, Dr. Michael von Cranach, an unsere Schule, um den 8. und 9. Klassen den Roman „Nebel im August“ und dessen Hintergründe vorzustellen. Das Buch ist die tragische und bewegende Lebensgeschichte von Ernst Lossa, einem Jungen aus dem fahrenden Volk der Jenischen, der im Dritten Reich aufwächst, früh von seinen Eltern getrennt wird, von Heim zu Heim geschoben wird und, obgleich völlig gesund, als „asozialer Psychopath“ im Alter von nur 14 Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt Irrsee 1944 der Euthanasie zum Opfer fällt.

Mehr lesen

"Mein Leipzig lob ich mir!" - Studienfahrt zur Buchmesse nach Leipzig

„Mein Leipzig lob‘ ich mir“ – diese Weisheit aus Goethes „Faust“ bestätigt sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue, wenn sich die Leistungskurse Deutsch und Geschichte zur Buchmessezeit auf Studienfahrt in die sächsische Landeshauptstadt begeben.

Mehr lesen

Studienfahrt nach Weimar

Vom 5. bis zum 8. März 2009 besuchten die Leistungskurse Deutsch und Geschichte der K13 in Begleitung ihrer Lehrkräfte Frau Lutzenberger und Herr Krebs die Klassikstadt Weimar und lernten dort nicht nur die Wirkungsstäten der größten deutschen Dichter kennen, sondern bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald auch die menschlichen Abgründe der NS-Zeit.

Mehr lesen

Autorenlesung mit Martina Wildner

Nachdem die Mittel- und Oberstufenschüler im letzten Schuljahr schon Gelegenheit hatten, mit Thomas Brussig einen namhaften Autor „live“ bei einer Lesung zu erleben, sollten die Schüler der Unterstufe keineswegs zu kurz kommen. Deshalb lud die Fachschaft Deutsch die Jugendbuchautorin Martina Wildner zu einer Dichterlesung für die Fünft- bis Siebtklässler ein.

Mehr lesen