Das P-Seminar "Französische Zwangsarbeiter in Marktoberdorf"

Im Rahmen unseres P-Seminars haben wir uns mit dem Thema französische Zwangsarbeiter in Marktoberdorf und der unmittelbaren Umgebung während des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Im Mittelpunkt standen dabei mit dem „Service du travail obligatoire“ (kurz: STO, Deutsch: „Zwangsarbeitsdienst“) auch Einzelschicksale.

Anhand verschiedener historischer Quellen gingen wir der Frage nach, unter welchen Umständen die Menschen nach Deutschland kamen, wo sie eingesetzt wurden und wie die Zwangsarbeit ihren Alltag beeinflusste. Unsere Arbeit zeigt also, wie stark die nationalsozialistische Politik und der Krieg das Leben einzelner Menschen prägten: durch Zwangsarbeit, die Trennung von Familien und schwierige Lebensbedingungen.

Auf dieser Seite präsentieren wir ausgewählte Ergebnisse unseres Seminars. Sie sollen einen Einblick in die historischen Zusammenhänge geben, die von uns untersuchten Quellen und die Menschen, deren Geschichten wir sichtbar machen möchten.

Niclas Hummel

Frankreich während des zweiten Weltkriegs

Frankreich befand sich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in einer schwierigen politischen und militärischen Lage. Nach dem Angriff Deutschlands im Mai 1940 wurde das Land innerhalb weniger Wochen besiegt.

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STO - Vom freiwilligen Arbeitsdienst zur Zwangsarbeit

Ab 1942 litt das Deutsche Reich unter Arbeitskräftemangel, da viele Männer an der Front waren. Deshalb verlangte die deutsche Besatzungsmacht von der französischen Vichy-Regierung mehr Arbeitskräfte. Verantwortlich für deren Einsatz war auf deutscher Seite Fritz Sauckel. Zunächst warb man um Freiwillige. Im Rahmen der Relève (Ablösung) sollte für drei französische Arbeiter, die nach Deutschland gingen, ein Kriegsgefangener freikommen.

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Herkunftsorte französischer Zwangsarbeiter in Marktoberdorf

Aufgrund der Daten im Marktoberdorfer Stadtarchiv und diversen Online-Archiven konnten wir die Herkunftsorte der französischen Zwangsarbeiter, die in Markt Oberdorf beschäftigt waren, ermitteln.

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Claude Auger

Claude Auger wurde am 21.April 1926 in Oissel, bei Dreux, westlich von Paris, geboren. Der gelernte Uhrmacher wird im Frühjahr 1944 als französischer „Fremdarbeiter" nach Deutschland gebracht, wo er vom 30.4.1944 an bei der Firma Clemens Fendt, die damals Ersatzteile für Panzer herstellt, als Schlosser (Dreher) beschäftigt ist.

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Spuren an der Wand

Wandbilder in einem Haus in der Tigaustraße legen Zeugnis davon ab, wie sich französische Zwangsarbeiter in ihrer Freizeit ein Stück Heimat nach Markt Oberdorf geholt haben.

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Merci!

Ein besonderer Dank gebührt denjenigen die uns all die Recherche und Arbeit erleichtert haben. Wir danken Frau Berger und Herrn Berg vom Stadtarchiv Marktoberdorf, für die Einblicke in die Archivarbeit und die bereitgestellten Hilfsmittel. Wir danken Herrn Auger für die interessanten Einblicke in sein Leben, und für die vielen wertvollen Informationen, die wir für unser Projekt verwenden durften. Vielen Dank an Herrn Waldner, der uns die Graffitis in seinem Atelier gezeigt hat, sowie an Hernn Vodermeier, der die Fotos davon so aufbearbeitet hat, dass die über 80 Jahre alten und schon ziemlich verblichenen Wandmalereien besser zu erkennen sind.

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